Wir können nicht weiterbauen wie in den letzten 30 Jahren.
Wie die WSO - Gemeinnützige Bau- und Wohnungsgesellschaft mbH - in Aistersheim Balkone, Fassaden und Dächer neu nutzt.
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Herausforderung: Der Druck im gemeinnützigen Wohnbau wächst - auf allen Seiten
Steigende Energiepreise. Strengere Gebäudestandards. Betriebskosten werden für Mieter:innen längst zur zweiten Miete. Flächen, die immer knapper und teurer werden. Hitzestau und Starkregen im Sommer. Wer heute Wohnbau plant, kann es sich schlicht nicht mehr leisten, Balkongeländer nur als Geländer, Fassaden als bloße Fassade und Dächer als reine Abdichtung zu denken.
Genau hier setzt das Neubauprojekt der Gemeinnützigen Bau- und Wohnungsgenossenschaft WSO in Aistersheim (OÖ) an. Und setzt es konsequent um.
Nicht nur das denken, was man die letzten 30 Jahre gemacht hat, sondern ein bisschen über den Tellerrand hinausblicken. Wir müssen alle Flächen nutzen, die wir zur Verfügung haben.
Warum sich diese Entscheidung für Genossenschaften rechnet
Bevor wir über Technik sprechen, geht es um etwas Wichtigeres: Warum tut sich ein gemeinnütziger Bauträger das an? Mehraufwand in der Planung, höherer Eigenmitteleinsatz, höherer Koordinations- und Betreuungsaufwand.
Die Antwort der WSO ist pragmatisch:
- Niedrigere Betriebskosten – die größte Stellschraube für Mieterzufriedenheit und Vermietbarkeit
- Eigenstrom direkt am Gebäude verbraucht – ohne Umweg über Einspeisung und Rücktarife
- Zukunftssichere Objekte – statt teurer Nachrüstung in 10 Jahren
- Klimaresiliente Gebäude – die auch im Sommer 2040 noch funktionieren
Konventionell planen und später nachrüsten ist zwar kurzfristig billiger, kommt langfristig aber teurer.
Es ist persönliche Überzeugung und Engagement – zum Glück mitgetragen vom Unternehmen. Ich bin der Meinung, dass das unumgänglich ist, wenn wir uns für die Zukunft rüsten wollen.
Lösung: Balkone, die Strom liefern. Fassaden, die Hitze reduzieren. Dächer, die leben.
Aus dieser Haltung wurden drei konkrete Entscheidungen:
1. PV-Balkone statt Standard-Geländer
Das Balkongeländer braucht es ohnehin. Warum nicht damit Strom erzeugen?
2. Begrünte Fassade statt nackter Putz
Eine Rankhilfe, die bodengebundenen Pflanzen ermöglicht, die Fassade zu erklimmen – kühlt im Sommer, schützt die Bausubstanz, verbessert das Mikroklima.
3. Biodiversitätsdach statt Kiesabdeckung
Retentionsraum für Regenwasser, Blumenwiese, Strukturen aus Holz und Stein als Lebensraum für Kleintiere.
Ich glaube, dass man mit einem Wohnbau am Ende sogar mehr Lebensraum schaffen kann, als im Vorfeld auf der Ackerfläche da gewesen ist.
Die Wirkung für die Mieter:innen: spürbar, nicht nur dokumentiert
Der erzeugte Strom bleibt am Gebäude. Er wird dort verbraucht, wo er entsteht:
- Warmwasserspeicher mit Heizpatronen → direkte Heizkostenersparnis
- Stiegenhausbeleuchtung, Aufzug, Allgemeinstrom → niedrigere Betriebskostenabrechnung
- Rund 60 kWp Gesamtleistung auf der Anlage
„Die Mieter:innen werden bei den Heizkosten definitiv Einsparung bemerken. Es kommt eigentlich allen Bewohnern zugute." - Christian Smrcka
Dazu kommt eine begrünte Fassade, die im Sommer kühlt, und ein Dach, das auch bei Starkregen Wasser zurückhält statt es in die Kanalisation zu schicken.
Warum INNOVAMETALL – und nicht „nur ein Balkonlieferant"
Bei so einem Projekt scheitert es selten an der Idee. Es scheitert an der Umsetzung. Genau hier kommt INNOVAMETALL ins Spiel – nicht als Komponentenlieferant, sondern als Umsetzungspartner für ambitionierte Bauträger.
Was das in Aistersheim konkret bedeutet hat:
Bei den PV-Balkonen inklusive Energiemanagement:
Die Photovoltaik wurde nicht aufgesetzt, sondern integriert – in Form von sybkon Energie-Balkonen mit färbigen PV-Paneelen, die als solche nicht mehr auffallen. Geländer, Seitenwände, Überdachung: ein durchgängiges System. Den Strom effizient am Gebäude zu nutzen ermöglicht die safetydock Energiemanagement Software.
Bei der Fassadenbegrünung:
Genau hier gab es noch keine Lösung am Markt. Smrcka beschreibt es selbst:
„Es sind so viele Dinge – Durchdringungen durchs Fassadensystem, Arbeitsschutz beim Aufstieg, Sanierungstauglichkeit, Brandschutz. Das ist in diesem System einfach alles zusammengefangen worden."
Gemeinsam mit INNOVAMETALL entwickelten Herrn Smrckas Kollegen von der Wien-Süd ein Rankhilfe-System für Fassaden, das den Architekten, den Brandschutzgutachter, die Sanierungsplanerin und die Hausverwaltung in 20 Jahren gleichzeitig zufriedenstellt.
In Aistersheim realisierten wir bereits das vierte sybkon Energie-Balkon Projekt mit der WSO.
Wir sind sehr zufrieden und haben hier alles umgesetzt was im Wohnbau wichtig ist - das kommt allen Bewohner:innen zugute!
Projektdaten Wohnanlage Aistersheim
- Projekt: Sozialer Wohnungsneubau mit wirtschaftlichen und klimafittem Gesamtkonzept
- Auftraggeber: WSO - Gemeinnützige Bau- u. Wohnungsgenossenschaft
- Auftragsumfang: 20 PV Balkone “sybkon Energie-Balkon”, Rankgitter für Fassadenbegrünung, Gerätehütte
- Fertigstellung: Mai 2026
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Ob Sanierung oder Neubau, wenn Sie als Wohnbaugenossenschaft, Projektentwickler:in, Bauträger oder Architekt:in ein Projekt planen, bei dem Balkone Strom liefern, Fassaden kühlen und Flächen mehr leisten sollen als bisher, sind wir der richtige Ansprechpartner.
Wir liefern nicht nur. Wir denken mit – von der ersten Skizze bis zur Hausverwaltung in 20 Jahren.